Männer, die wie Prinzessinnen sitzen?

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Ganz faszinierend, die Diskussion um #manspreading (z.B. hier):
Ein Mann, der sich breitbeinig setzt und sein (durch Klamotten bedecktes) Gemächt zur Schau stellt, bekommt einen gesellschaftlichen Verweis. Nicht primär aus Platzgründen wohlgemerkt, sondern wegen “Zur-Schau-stellen”s.
Eine Frau, die beschließt, einen Teil ihres Körpers zu zeigen (sei es durch enge Kleidung, Ausschnitt, Beine…) drückt damit Ihre Persönlichkeit aus und es ist Teil ihrer persönlichen Freiheit. #womanspreading?

Ich frage mich, ob es wohl möglich ist, gleiche “Regeln” für alle zu entwickeln (z.B. “Mehr Platz durch ausgebreitete Beine oder auf dem Sitz abgestellte Taschen einzunehmen ‘gehört sich nicht’.”). Und mich lässt das Gefühl nicht los, dass wir mit zweierlei Maß messen. Und möglicherweise unterscheiden sich Geschlechter und das könnte sogar gut sein (#ganzskurril).

Und ich frage mich manchmal, ob wir noch glücklich sind, wenn wir uns die Geschlechter fertig “erzogen” haben, wenn die Diskussionen um Frauenquoten und Manspreading und Wer-bleibt-zu-Hause und Wer-verdient-das-Geld geführt wurden.

Eins meiner aktuellen Lieblingszitate:

“Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und den nennen sie ihren Standpunkt.” Albert Einstein

In dieser Sache habe ich keinen Standpunkt. Ich orientiere mich. Keiner meiner Sätze ist schwarz-weiß gemeint, ich suche die Grautöne. Und ja, ich habe an der Stelle so etwas wie ein “Gefühl für das, was ich für gut halte.”:

  • Ich glaube, es ist gut, wenn Männer und Frauen einander imponieren und bewerben.
  • Ich bin ein großer Freund der Selbstbestimmtheit und der Freiheit des Individuums.
  • Ich glaube, es ist gut, wenn Frauen sich so anziehen, wie sie möchten. Und wenn Männer so sitzen wie sie möchten. Und dazu eine Prise kategorischer Imperativ (“Geht das gut, wenn alle das so machen?”)
  • Ich glaube, es ist gut, wenn jedes Geschlecht spezifisch sein darf.
  • Falls Frauenquote sinnvoll ist (und ich bin nicht überzeugt) dann bitte auch für Kindergärten und Grundschulen (als Geschlechterquote). Denn auch hier braucht es Vorbilder für alle Facetten.

To be continued…

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